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Uran im Trinkwasser
Uran ist ein geogenes, radioaktives Schwermetall, das in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste anzutreffen ist. Durch Auswaschung aus den Uran führenden Erdschichten kann Uran in Oberflächen- und Grundwasser gelangen und somit in unterschiedlichen Konzentrationen im Trinkwasser enthalten sein.
Zurzeit ist der Urangehalt im Trinkwasser noch nicht gesetzlich limitiert. In der Trinkwasserverordnung wird kein Grenzwert für Uran genannt.
Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) legt jedoch fest, dass Trinkwasser keinerlei Anlass zu gesundheitlicher Besorgnis geben darf.
(TrinkwV § 6 (1): „Im Wasser für den menschlichen Gebrauch dürfen chemische Stoffe nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen.“)
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass für Erwachsene Urangehalte im Trinkwasser bis 15 µg/l tolerierbar sind. Das Umweltbundesamt empfiehlt als Höchstkonzentration für Uran im Trinkwasser einen Leitwert von 10 µg/l. Dieser Leitwert gilt für alle Bevölkerungsgruppen und ist als gesundheitlich unbedenklich bei lebenslanger Aufnahme einzustufen. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung genutztes Wasser sollte nach Ansicht des Deutschen Bundesamtes für Risikobewertung maximal 2 µg Uran pro Liter enthalten.
Für die Region Zwickau gilt Folgendes:
An den Netzbeprobungsstellen der Wasserwerke Zwickau werden Uranwerte zwischen n.n. (nicht nachweisbar) und 2 µg/l ermittelt. Diese Werte gelten für das gesamte Versorgungsgebiet der Wasserwerke Zwickau, also für die Stadt Zwickau sowie die Städte und Gemeinden der „alten“ Landkreise Zwickau und Werdau.
Uranwerte (> 10 µg/l) wurden in den vergangenen Jahren bei Tiefbrunnen im Raum Werdau / Crimmitschau festgestellt. Diese wurden umgehend (bereits Anfang 2005) außer Betrieb genommen und werden seitdem nicht mehr zur Trinkwassergewinnung genutzt.
06.08.2008
Wasserwerke Zwickau